PrimCareIT

PrimCareIT

Durch eine zunehmende Alterung der Bevölkerung ist unsere Gesellschaft mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Die Nachfrage nach Leistungen im primären Gesundheitswesen steigt stetig: Während älteres medizinisches Fachpersonal in den Ruhestand geht, fehlt es an jungem Nachwuchs, der bereit ist, in entlegene Regionen zu ziehen. Daraus ergibt sich ein Ärztemangel, speziell in ländlichen Regionen.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurde das Projekt "PrimCareIT - Counteracting brain drain and professional isolation of health professionals in remote primary health care through tele-consultation and tele-mentoring to strengthen social conditions in remote BSR" initiiert. Gestartet ist das Projekt im Januar 2012

Projektziele

Im Rahmen vonPrimCareIT soll die Attraktivität der primären Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen für medizinisches Fachpersonal durch den Einsatz von Tele-Konsultation und Tele-Mentoring gesteigert werden. Hierdurch soll der Abwanderung medizinischer Fachkräfte und deren beruflicher Isolation in dünnbesiedelten Gegenden entgegengewirkt werden, um einen gleichwertigen Zugang zur primären Gesundheitsversorgung innerhalb des Ostseeraums gewährleisten zu können.

Unsere Ziele im Einzelnen:

  • Beurteilung der regionalen Anforderungen und der strategischen Möglichkeiten von Tele-Konsultation und Tele-Mentoring für die Vermeidung der beruflichen Isolation von Gesundheitspersonal in abgelegenen Regionen des Ostseeraums.
  • Beurteilung der derzeitigen Hindernisse für den großflächigen Einsatz von Tele-Konsultationen und Tele-Mentoring im Ostseeraum wie z.B. Technikakzeptanz, Investitionsentscheidungen, Arbeitsabläufe, rechtliche Unsicherheiten.
  • Umsetzung und Validierung von transnational entwickelten Tele-Konsultations- und Tele-Mentoring-Lösungen an Pilot-Standorten.
  • Umsetzung des Tele-Mentoring als innovative Lösung für die Weiterbildung von medizinischem Personal in der Gesundheitsversorgung ländlicher Regionen.
  • Vorbereitung einer dauerhaften Umsetzung der pilotierten Lösungen in den Partnerregionen.
  • Steigerung des politischen Bewusstseins, wie die Attraktivität der ländlichen Gesundheitsversorgung erhöht werden kann.

Bedürfnisse & Strategien

Die zentrale Frage im Themenfeld "Bedürfnisse & Strategien" ist, inwiefern die sogenannte "berufliche Isolation" von medizinischem Fachpersonal in ländlichen Regionen Einfluss auf die Attraktivität dieses Berufes und die Arbeitsbedingungen in der Ostseeregion im Vergleich zu Städten oder städtische Regionen hat.

Ergebnisse

  • Bericht über die transnationale Literaturanalyse
  • Bericht über die Experteninterviews und Schlussfolgerungen
  • Bericht über die Focus Group und den strategischen Workshop
  • Integriertes transnationales Strategiepapier

Tele-Konsultation

Die Projektpartner untersuchen, inwiefern sich berufliche Isolation in der primären Gesundheitsversorgung ländlicher Regionen durch den Einsatz von Tele-Konsultation überbrücken lässt. Hierzu werden Methoden und Werkzeuge, die Tele-Konsultation unterstützen, herausgearbeitet, eingeführt und getestet.

Pilotlauf für Tele-Konsultation

  • IST-Analyse, Literaturrecherche, Bedarfsanalyse, rechtliche Aspekte.
  • Einrichten der Piloten an 7 Standorten.
  • Ausstattung von mindestens zehn Arztpraxen des primären Gesundheitswesens in ländlichen Regionen mit Tele-Konsultation. Entsprechend regionalem/nationalem geltenden Recht, werden auch Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, die Hausbesuche durchführen, mit Tele-Konsultations-Lösungen ausgestattet.
  • Ausstattung der   passenden Fachärzte / Spezialisten.
  • Durchführung von Tele-Konsultation zwischen Hausarzt-Gesundheits-und Krankenpfleger, Hausarzt-niedergelassenem Facharzt, Hausarzt-Facharzt im Krankenhaus.

Tele-Mentoring

Telementoring ist eine Form des virtuellen Mentoring. Es soll in bereits existierende medizinische eLearning-Plattformen integriert werden. Lehrmethoden dieser medizinischen eLearning-Programme werden analysiert, entwickelt und getestet. Good-Practice-Beispiele werden in einem Handbuch veröffentlicht, um die Nutzung von Tele-Mentoring in abgelegenen Regionen zu fördern.

Pilotlauf für Tele-Mentoring

  • IST-Analyse, Literaturrecherche, Bedarfsanalyse, rechtliche Aspekte.

  • Einrichten der Piloten an 5 Standorten.

  • Ausstattung von mindestens zehn Arztpraxen junger Ärzte, die im primären Gesundheitswesen in ländlichen Regionen tätig sind.

  • Ausstattung der entsprechenden passenden Spezialisten.

  • Durchführung von Tele-Mentoring.

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